📌 Infobox: Einmaleins Lernen – kurz erklärt
Ein erfolgreiches Einmaleins Lernen besteht aus 3 Bausteinen:
1️⃣ Multiplikation verstehen
2️⃣ Aufgaben automatisieren
3️⃣ Regelmäßig Wiederholen
👉 In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam an, wie du diese drei Schritte zu Hause konkret umsetzen kannst.
Mein Kind kann das Einmaleins – aber irgendwie auch wieder nicht.
Diesen Satz höre ich von Eltern ziemlich oft.
Denn viele Kindern lernen die Reihen auswendig, stoßen aber spätestens bei Textaufgaben oder durcheinander gestellten Aufgaben an ihre Grenzen.
👉 Das liegt daran, dass beim Einmaleins Lernen ein entscheidender Schritt fehlt.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie dein Kind das 1×1 von Grund auf versteht – und warum genau das den Unterschied macht.
Warum vielen Kindern das Einmaleins Lernen schwerfällt
Nach Plus und Mal ist das Einmaleins die dritte Rechenart, die die Kinder in der Schule kennenlernen.
Das Rechnen mit Plus und Minus wird in der Schule lange am Zahlenstrahl geübt (falls dir der Begriff nichts sagen sollte, stell dir hierzu einfach ein Lineal vor). Der Zahlenstrahl verdeutlicht dabei recht gut, was beim Rechnen passiert.
Wenn du
3 + 5
berechnen möchtest, dann gehst du von 3 aus einfach 5 Schritte weiter und erhältst das Ergebnis. Bei Minus gehst du hingegen die entsprechende Anzahl an Schritten zurück.
Das Malrechnen folgt jetzt jedoch einem abweichendem Konzept, welches nicht mehr mit dem schrittweisen Vorwärts- oder Rückwärtslaufen am Zahlenstrahl gelöst werden kann. Die Kinder sind also gefordert, sich auf einen neuen unbekannten Rechenansatz einzulassen.
Und genau dieses stellt für viele Kinder – zumindest zu Beginn – eine Herausforderung dar.

💡 Unsicher, wie sicher dein Kind das Einmaleins wirklich kann?
Mit meinem kurzen Einmaleins-Check findest du in wenigen Minuten heraus:
- Wie sicher dein Kind die 1×1-Aufgaben beherrscht
- Ob es noch Schwierigkeiten beim Verstehen gibt
- Und wo ihr beim Üben am besten ansetzen könnt
Was steckt hinter dem Einmaleins Rechnen?
Was bedeutet das Malrechnen – in der Theorie?
Auch wenn das Malrechnen einen neuen Rechenansatz mit sich bringt, ist die Multiplikation an sich nicht komplex.
Das Malrechnen bedeutet schlichtweg:
Mit einer Menge passiert mehrfach das Gleiche.
Vermutlich klingt das für dich dennoch recht abstrakt und mathematisch. Und auch für dein Kind wäre das noch keine gute Erklärung.
Daher lass uns die Bedeutung noch einmal praktisch anschauen.
Was bedeutet das Malrechnen – in der Praxis?
Viele Eltern fragen sich:
„Wie erkläre ich meinem Kind das Einmaleins so, dass es das Prinzip wirklich versteht?“
Am besten hilft dabei ein Beispiel aus dem Alltag.
Was bedeutet eigentlich 3 x 4?
Dein Kind möchte etwas naschen und es darf sich hierzu Gummibärchen aus einer Tüte nehmen. Du gibt ihm dabei folgende Vorgaben:
„Du darfst dir 4 Gummibärchen aus der Tüte nehmen.“
➡️ Damit geht es also um die Menge von 4.
Du darfst das insgesamt 3-mal machen.
➡️ Dein Kind führt damit also 3-mal die gleiche Handlung durch.
Es passiert also Folgendes:
- Dein Kind greift das 1. Mal in die Tüte und nimmt sich 4 Gummibärchen.
- Dein Kind greift das 2. Mal in die Tüte und nimmt sich 4 Gummibärchen.
- Dein Kind greift das 3. Mal in die Tüte und nimmt sich 4 Gummibärchen.
Am Ende hat es 12 Gummibärchen vor sich liegen und damit die Malaufgaben 3 x 4 gelöst.

Einmaleins verstehen: Der erste Schritt beim Einmaleins Lernen
So versteht dein Kind, was beim Malrechnen passiert
Ich hoffe, du konntest das Beispiel mit den Gummibärchen nachvollziehen, denn genau solche Beispiele sind die perfekte Gelegenheit, dass dein Kind „erlebt“, was Malrechnen eigentlich bedeutet.
Von daher ist mein Tipp an dich, mit deinem Kind dieses Beispiel einfach einmal nachzubilden. Und wenn es am Ende einen Teil der Gummibärchen auch noch naschen darf, sagt es bestimmt nicht „nein“. 😉
Lass dein Kind die gezogenen Gummibärchen am besten in einer Reihe auslegen. Die Gummibärchen aus dem 2. Durchgang werden dann – ebenfalls in einer Reihe – darunter angeordnet. Das Gleiche passiert mit den Gummibärchen aus dem 3. Durchgang.
Wichtig ist: Besprecht nach jedem Griff in die Tüte, was da gerade passiert ist:
- „Wie häufig hast du jetzt in die Tüte gegriffen?“ (1x, 2x oder 3x)
- „Wie viele Reihen an Gummibärchen hast du nun vor dir liegen?“ (eine Reihe / zwei Reihen / drei Reihen mit 4 Gummibärchen)
Vielleicht findest du ja noch weitere Übungs-Szenarien. Ihr könnt zum Beispiel auch Legosteine anordnen. Dein Kind darf sich dafür aus seinem Zimmer 3-mal 4 Legosteine holen.
Warum Mal- und Plusrechnen zusammengehören
In der Tat ist es so, dass jede Malaufgabe durch eine Plusaufgabe ausgedrückt werden kann. Und genau das sollte dein Kind ebenso verstehen.
Mit Hilfe eurer Übungs-Szenarien kannst du deinem Kind diesen Zusammenhang schnell verdeutlichen.
Wenn wir noch einmal auf das Beispiel mit den Gummibärchen zurückblicken: Dein Kind hat sich 3-mal 4 Gummibärchen aus der Tüte genommen.
- Nach dem 1. Reingreifen hat es 4 Gummibärchen vor sich liegen.
- Nach dem 2. Reingreifen liegen nun 2 Reihen mit je 4 Gummibärchen vor ihm – oder anders ausgedrückt: 4 Gummibärchen und noch einmal 4 Gummibärchen, was du mathematisch durch 4 + 4 darstellen kannst.
- Nach dem 3. Reingreifen sind es schließlich 3 Reihen mit jeweils 4 Gummibärchen: Also 4 Gummibärchen und 4 Gummibärchen und 4 Gummibärchen – oder mathematisch ausgedrückt: 4 + 4 + 4
Einmalseins automatisieren: Der zweite Schritt beim Einmaleins Lernen
Nachdem ein Kind verstanden hat, worum es beim Malrechnen geht, könnt ihr mit dem Einmaleins Lernen starten.
Das Ziel hierbei ist, die 100 Aufgaben vollständig zu automatisieren.
Was meine ich dabei mit „automatisieren“?
Dein Kind soll die Ergebnisse der Aufgaben ohne großes Nachdenken innerhalb von 1-2 Sekunden benennen können.
Ist das Auswendiglernen des Einmaleins sinnvoll?
Würde es nicht einfach reichen, wenn man die Aufgaben des Einmaleins herleiten kann?
Tatsächlich sind beide Schritte wichtig – also Herleiten und Auswendiglernen.
Wenn sich dein Kind das Ergebnis einer Einmaleins-Aufgabe herleiten kann, dann ist das prima. Denn diese Fähigkeit zeigt, dass dein Kind der Verständnis rund um die Multiplikation aufgebaut hat.
Das erste Ziel beim Einmaleins Lernen ist damit erreicht!
Es ersetzt aber leider nicht das Automatisieren.
Der Grund hierfür ist einfach: Der Matheunterricht ist so strukturiert, dass die Themen aufeinander aufbauen. Daher werden schon bald Inhalte kommen, die auf dem Einmaleins aufsetzen, wie zum Beispiel:
- Textaufgaben
- Schriftliches Multiplizieren und Dividieren
- Bruchrechnung
Mein Geheimtipp ist hierbei, auch das sich anschließende Geteiltrechnen nicht aus den Augen zu verlieren.
Wenn sich dein Kind eine Einmaleins-Aufgabe immer wieder aufs Neue herleiten musst, wird das Rechnen anstrengend und dein Kind verliert viel zu viel Zeit.
Von daher – auch wenn es manchmal so scheint – ist das Auswendiglernen keine Ärgeraufgabe, sondern bereitet die benötigte Basis für die späteren Themen vor.
Wie du das Einmaleins zu Hause gezielt üben kannst, zeige ich dir anhand von konkreten Übungsideen: Einmaleins Übungen für zu Hause
Wann lernen die Kinder das Einmaleins?
Viele Eltern fragen sich, wann Kinder das Einmaleins in der Grundschule lernen.
Der genaue Zeitpunkt variiert tatsächlich – abhängig vom Lernplan und Bundesland.
Du kannst aber davon ausgehen, dass das Einmaleins Ende der 2. Klasse bzw. Anfang der 3. Klasse eingeführt wird.
Wie lange brauchen Kinder, um das Einmaleins zu lernen?
Mich erreicht oft die Frage, wie lange es dauert, bis ein Kind das Einmaleins sicher beherrscht.
Ganz ehrlich – das kann ich nicht beantworten, da es sehr unterschiedlich ist.
Manche Kinder automatisieren das Einmaleins innerhalb weniger Wochen, anderen benötigen mehrere Monate und wieder andere sind auch noch in der 4. Klasse unsicher.
Sollte dein Kind nicht zu der ersten Gruppe gehören, die das Einmaleins innerhalb weniger Wochen bewältigt, dann ist das absolut in Ordnung. Wichtig ist, dass ihr beim Üben dranbleibt – mit dem Ziel, spätestens Ende Klasse 3 das Einmaleins automatisiert zu haben.
Die 8 besten Tipps, damit dein Kind das kleine Einmaleins erfolgreich lernt
Bevor wir zu den kronkreten Tipps kommen, lohnt es sich einen blick auf typische Fehler beim Einmaleins Üben zu werfen.
Denn oft lassen sich hier durch kleine Änderungen große Wirkungen erzielen.
Hier findest du die häufigsten Fehler beim Einmaleins Üben – und wie du sie vermeiden kannst.
💡 Tipp 1: Erst verstehen, dann automatisieren
Lege beim Üben zu Hause zunächst den Fokus auf das Verstehen des Malrechnens, bevor ihr an das Lernen der Einmaleins-Aufgaben geht.
Du kannst natürlich auch beides miteinander verbinden.
➡️ Einmaleins Lernen mit Material
Lass dein Kind eine Malaufgabe legen.
Hierzu kannst du beliebiges Material nehmen. Materialvorschläge wie auch ein Beispiel zum Umsetzen findest du an dieser Stelle in meinem Blogartikel zum Einmaleins Üben.
Durch das Legen muss sich dein Kind ganz gezielt mit der Multiplikation auseinandersetzen und verinnerlicht dabei das Prinzip des Malrechnens. Gleichzeitig hat es die Chance, sich bereits das Ergebnis einzuprägen.
➡️ Einmaleins Lernen mit Rechengeschichten
Kennst du Rechengeschichten?
Letztendlich ist es die Umkehrung einer Sachaufgabe: Ihr habt jetzt eine Malaufgabe gegeben und soll passend zu dieser eine kleine Geschichte erzählen.
Beispiel:
5 x 6 = 30
Dazu passt folgende Rechengeschichte:
Eine Fischmama hat 30 kleine Fische als Nachwuchs. Sie planen einen kleinen Ausflug durch den Atlantik. Damit die Mama auch immer den Überblick hat, dass alle Fische noch da sind und keiner verloren ist, fordert sie ihre Kleinen auf, in einer Formation von 5 Reihen zu je 6 Fischen zu schwimmen.
➡️ Einmaleins Lernen mit Plusaufgaben
Wie du weißt, lässt sich jede Malaufgabe durch eine Plusaufgabe ausdrücken.
Beispiel:
5 x 6
Diese Aufgabe kannst du mit Hilfe der Addition schreiben als:
6 + 6 + 6 + 6 + 6
Und genau dieses solltest du mit deinem Kind zu Beginn häufiger besprechen, damit ihm der Zusammenhang zwischen Plus und Mal nicht verloren geht.
Wenn der Zusammenhang für dein Kind noch nicht so offensichtlich ist, kannst du diesen sehr gut anhand von Material (z.B. Plättchen) aufzeigen.
Die Aufgabe 5 x 6 wird als Malaufgabe durch 5 Reihen mit je 6 Plättchen dargestellt.
Um sie jetzt in eine Plusaufgabe umzuwandeln, löst du einfach die Reihenanordnung auf und legst stattdessen die 6er Gruppen von Plättchen nebeneinander aus.
Wenn du zwischen den Gruppen ein wenig Abstand lässt, wird es umso deutlicher, dass hier immer wieder 6 Plättchen hinzugefügt werden – also eine klassische Addition gegeben ist.
💡 Tipp 2: Erst Reihe für Reihe lernen
Wenn dein Kind das Einmaleins lernt, ist es sinnvoll, zunächst die einzelnen Einmaleins-Reihen nacheinander zu lernen. Wenn es diese sicher beherrscht, kannst du anfangen, die Reihen auch durcheinander abzufragen.
Ich würde dir folgendes Vorgehen empfehlen:
- Startet zunächst einmal mit der ersten Reihe.
- Wenn diese Reihe gut funktioniert, nimmst du eine zweite Reihe hinzu, die du aber noch getrennt von der 1. Reihe abfragst. Natürlich solltest du gesondert auch die 1. Reihe immer wieder wiederholen
- Sobald sich dein Kind auch sicher mit der 2. Reihe fühlt, kannst du die Reihen beim Abfragen vermischen.
- Ist auch hier eine gewisse Sicherheit eingetreten, nimm gerne eine 3. Reihe hinzu, die ihr aber zunächst getrennt von den ersten beiden Reihen behandelt.
- Klappen die Reihen 1 und 2 sowie die 3. Reihe, kannst du nun diese drei Reihen durcheinander abfragen.
Und so könnt ihr euch nach und nach durch alle 10 Malreihen durcharbeiten.
💡 Tipp 3: Im Tempo deines Kindes lernen
Wenn dein Kind etwas länger braucht, um die Malreihen zu erlernen, kann es sein, dass die Malreihen im Matheunterricht schneller voranschreiten als ihr beim Lernen zu Hause vorankommt.
Ich weiß, hier geraten insbesondere die Eltern schnell unter Druck, denn sie möchten ja keinesfalls, dass ihr Kind zurückbleibt.
Lass dich hier bitte nicht aus deinem Konzept bringen. Du kannst am besten selbst einschätzen, wie viel Zeit dein Kind benötigt, um die Sicherheit in den Malreihen aufzubauen. Und diese Zeit solltest du ihm auch geben. Ansonsten hat dein Kind keine Chance, ein solides Fundament mit den Malaufgaben aufzubauen.
💡 Tipp 4: Die richtige Reihenfolge der Reihen
Tatsächlich empfiehlt sich eine gewisse Reihenfolge, in der die Malreihen gelernt werden sollen. Auch im Matheunterricht wird in der Regel recht ähnlich vorgegangen.
Beginne zunächst mit den „einfachen“ Reihen, die sich die Kinder in der Regel schnell merken können.
- 1er-Reihe
- 2er-Reihe
- 10er-Reihe
- 5er-Reihen
Als nächstes bietet es sich an, auf der bereits gelernten 2er-Reihe aufzubauen – und zwar mit:
- 4er-Reihe
- 8er-Reihe
Über den Trick des Verdoppelns kann dein Kind die Hälfte der Ergebnisse aus der 4er-Reihe von Aufgaben aus der 2er-Reihe ableiten. Gleiches gilt dann für die 8er-Reihe in Bezug auf die 4er-Reihe. Insofern müssen nicht alle Aufgaben neu gelernt werden.
Mit der gleichen Idee werden dann folgende drei Reihen als Gruppe zusammengefasst:
- 3er-Reihe
- 6er-Reihe
- 9er-Reihe
Übrig bleibt damit nur noch die 7er-Reihe, die von vielen Kindern als schwierigste Reihe empfunden wird.
Aber dieser Reihe ist dann auch nicht mehr wirklich eine Herausforderung. Denn dein Kind hat bereits alle Aufgaben der 7er-Reihe – ausgenommen von 7 x 7 – in einer der vorangegangenen Reihen als Umkehraufgabe kennengelernt.
Beispiel:
3 x 7 als 7 x 3 in der 3er-Reihe.
💡 Tipp 5: Kurze, regelmäßige Übungseinheiten
Findet am besten täglich 5 – 10 Minuten die Zeit, das Einmaleins zu üben.
Ich weiß, „täglich Einmaleins üben“ hört sich herausfordernd an.
Dennoch braucht das Gehirn deines Kind diese häufigen Wiederholungen, um die abstrakten Aufgaben abspeichern zu können.
Optimalerweise verteilst du die Minuten sogar über den Tag, wie z.B.:
- 3 Minuten nach den Hausaufgaben
- 5 Minuten nachmittags auf dem Weg zum Fußball-Training
- Und nach dem Abendessen noch einmal kurz die zwei oder drei Aufgaben, die am heutigen Tag noch etwas wackelig waren.
Das 1×1 bleibt damit präsent und das Gehirn hat gar keine Chance, die Aufgaben wieder zu vergessen.
💡 Tipp 6: Helferaufgaben nutzen
Viele Einmaleins-Aufgaben lassen sich aus anderen Mal-Aufgaben ableiten.
Der unbezahlbare Vorteil hieran ist, dass sich dein Kind nicht alle 100 Aufgaben des kleinen Einmaleins merken muss, sondern leicht das Ergebnis aus anderen Aufgaben – den sogenannten Helferaufgaben – ableiten kann.
Beispiel:
Bei der Aufgabe 6 x 7 kann dein Kind auf die Quadrataufgabe 6 x 6 als Helferaufgabe zurückgreifen.
💡 Tipp 7: Eselsbrücken bauen
Wenn sich dein Kind eine Malaufgabe partout nicht merken kann, ist das ok. Ich glaube, viele von uns haben ein oder zwei Malaufgaben, die sie nicht so flüssig abrufen können.
Wie wäre es dann mit einer Eselbrücke, die deinem Kind hilft, auf das Ergebnis zu kommen?
Beispiel:
So einige Kinder haben Schwierigkeiten, sich die Aufgabe
7 x 8 = 56
zu merken.
Eine mögliche Eselsbrücke ergibt sich dadurch, das Ergebnis einfach mal an den Anfang zu stellen, also in der Form:
56 = 7 x 8
Erkennst du, dass jetzt die vier aufeinanderfolgenden Zahlen von 5 bis 8 tatsächlich auch nebeneinander stehen?
5, 6, 7, 8
Bei 7 x 8 muss man somit nur die beiden Zahlen wissen, die vor der 7 stehen, und hat schon das Ergebnis der Malaufgabe gefunden.
Eine gute Eselsbrücke, oder? 😉
💡 Tipp 8: Das Einmaleins Lernen spielerisch üben
Ich glaube, wir sind uns einig: Das Einmaleins Üben macht nicht wirklich Spaß, wenn einfach nur eine Aufgabe nach der anderen abgefragt wird.
Versuche daher, Abwechslung in euer Lerneinheiten reinzubringen. Es gibt da wirklich einiges auf dem Markt. Ein paar konkrete Ideen findest du in diesem Abschnitt meines Blogartikels mit Übungsideen für das Einmaleins.
Wie allgemein beim Lernen gilt auch hier: Wenn du einen Weg findest, das Lernen mit Spaß zu verknüpfen, hast du ein deutlich motivierteres Kind und das Lernen wird leichter sowie erfolgreicher.

📊 Du möchtest wissen, wo dein Kind gerade steht?
Mit diesem einfachen Einmaleins-Check bekommst du eine klare Orientierung – ganz ohne Druck für dein Kind.
Statt nur Aufgaben abzufragen, zeigt dir der Check auch, wie sicher dein Kind das Einmaleins wirklich versteht und anwendet.
Hier kannst du dir den Einmaleins-Check für 0€ herunterladen.
Welche Einmaleins-Aufgaben sind besonders schwierig?
Was bedeutet das Malrechnen – in der Theorie?
Jeder hat da so seine eigenen „Pappenheimer“-Aufgaben, wo die Lösung nicht sofort präsent ist.
Dennoch zeigt sich, dass Kinder beim Erlernen des Einmaleins insbesondere mit höheren Aufgaben kämpfen. Und dazu gehören:
- 6 x 7 bzw. 7 x 6
- 6 x 8 bzw. 8 x 6
- 7 x 8 bzw. 8 x 7
- 8 x 9 bzw. 9 x 8
Sollte dein Kind hier auch seine Probleme haben, empfehle ich dir, mit Helferaufgabe oder Eselsbrücken zu arbeiten, um das Merken der Aufgaben leichter zu machen.
Häufige Probleme beim Einmaleins Lernen
Viele Kinder tun sich schwer, das Einmaleins zu lernen.
(Wenn du genauer wissen möchtest, welche typischen Probleme beim Einmaleins Lernen auftreten können und woran du sie erkennst, schau dir gerne hierzu meinen Blogartikel an.)
Eltern stellen dann irgendwann fest:
„Mein Kind kann das Einmaleins einfach nicht sicher abrufen.“
Dann lässt sich oft Folgendes beobachten:
- Es wird Plus anstatt Mal gerechnet
- Aufgaben können nur langsam gelöst werden
- Aufgaben werden immer wieder verwechselt
- Es können nur komplette Reihen aufgesagt werden. Einzelne Aufgaben sind jedoch nicht abrufbar.
Schau in diesem Fall noch einmal genau hin:
- Ist da Konzept des Malrechnens verstanden?
- Gibt es eine Reihe, die besondere Schwierigkeiten macht?
- Klappen die Reihen einzelnd betrachtet?
Je nachdem, was du herausfindest: Schaut euch noch einmal die Bedeutung der Multiplikation an oder geht bei der Automatisierung ein paar Schritte zurück.
Woran erkennst du, ob dein Kind das Einmaleins wirklich kann?
Die folgenden drei Punkte geben dir bereits eine gute Rückmeldung dazu, ob dein Kind das Einmaleins versteht und auch sicher beherrscht.
- Kann dein Kind beim Abfragen die Einmaleins-Ergebnisse innerhalb von 1 bis 2 Sekunden nennen?
- Kann dir dein Kind zu den Malaufgaben jeweils eine Rechengeschichte erzählen?
- Kann dein Kind eine Sachaufgabe zur Malrechnung korrekt lösen?
Während der erste Punkt die Automatisierung der Reihen anspricht, zielen der zweite und der dritte Punkt auf das Verständnis ab.
Fazit: Das Einmaleins Lernen braucht Verständnis und Übung
Mit der Multiplikation wird im Matheunterricht ein neues Rechenkonzept eingeführt, das viele Kinder zumindest zu Beginn vor größere Herausforderungen stellt.
Damit das Einmaleins langfristig sicher sitzt, sind zwei Schritte besonders wichtig: Dein Kind sollte zunächst verstehen, was eigentlich hinter der Idee des Malrechnens steckt. Erst in einem zweiten Schritt geht es beim Einmaleins Lernen dann darum, die einzelnen Aufgaben durch regelmäßiges Üben zu automatisieren.
Wenn du hierbei insbesondere auf folgende Punkte achtest,
- Verständnis für das Malrechnen aufbauen
- Regelmäßige, kurze Lerneinheiten
- Das Übungstempo an dein Kind anpassen
- Für abwechslungsreiche Übungsformate sorgen
fällt es einem Kind deutlich leichter, das Einmaleins zu lernen und die Ergebnisse nach und nach sicher abzurufen.
Und wenn es etwas länger dauert, dann ist das auch völlig in Ordnung. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Wichtig ist nur, dass ihr mit dem Einmaleins Üben am Ball bleibt und so die Einmaleins-Welt nach und nach aufbaut.

✅ Du hast jetzt viel über das Einmaleins gelernt – aber wie sieht es bei deinem Kind konkret aus?
Mit meinem kurzen Einmaleins-Check bekommst du in wenigen Minuten eine klare Einschätzung – und erkennst, wo dein Kind gerade steht.
- Unsicherheiten aufdecken
- Lernstand besser einordnen
- Beim Üben gezielt dort ansetzen, wo dein Kind Unterstützung braucht

Pingback: Typische Probleme beim Einmaleins lernen