📌 Infobox: Typische Probleme beim Einmaleins lernen
In diesem Artikel erfährst du:
- Welche typischen Probleme beim Einmaleins Lernen auftreten
- Woran du erkennst, wo dein Kind gerade steht
- und wie du die nächsten Schritte ableiten kannst
Viele Kinder stoßen beim Einmaleins Lernen auf typische Probleme – und die Eltern erleben beim Üben zu Hause ähnliche Momente:
Ihr übt regelmäßig, dein Kind kennt vielleicht sogar schon einige Reihen – und trotzdem klappt es bei den Aufgaben nicht zuverlässig.
Vielleicht braucht es lange, verwechselt Aufgaben oder sagt schnell: „Ich weiß nicht!“
Genau hier stellt sich die entscheidende Frage:
👉 Woran liegt das eigentlich?
In diesem Artikel zeige ich dir typische Probleme beim Einmaleins Lernen – und wie du erkennst, wo dein Kind gerade steht.
Bevor wir uns die typischen Probleme im Detail anschauen, kann es hilfreich sein, einmal einen Schritt zurückzugehen:
👉 Wie sicher beherrscht mein Kind das Einmaleins eigentlich gerade?
Denn oft ist es gar nicht so leicht einzuschätzen, ob es am Verständnis liegt – oder daran, dass die Aufgabe noch nicht automatisiert sind.

📌 Unsicher, wo dein Kind beim Einmaleins steht?
Mit dem Einmaleins-Check findest du in wenigen Minuten heraus, wie sicher dein Kind das Thema wirklich kann – und wo noch Lücken bestehen.
Das Einmaleins Lernen erfolgt in zwei Schritten
Viele Probleme entstehen, weil diese Schritte nicht ausreichend beachtet werden.
- Verstehen
- Automatisieren
Für viele Kinder fällt insbesondere der Schritt zum Verstehen zu kurz aus. Dadurch zeigen sich später typische Schwierigkeiten, wenn sie in die Situation kommen, das Einmaleins anzuwenden.
Typische Probleme beim Einmaleins Lernen
Im Folgenden zeige ich dir typische Probleme beim Einmaleins Lernen – und woran du diese erkennen kannst.
Dein Kind rechnet Plus statt Mal
✔️ Beispiel:
3 x 4 wird als 3 + 4 gerechnet
🎯 Mögliche Ursache:
Dein Kind hat noch kein klares inneres Bild davon, was beim Malrechnen eigentlich passiert. Für viele Kinder ist das Einmaleins zunächst einmal nur eine neue Schreibweise, ohne dass sie dieser eine Bedeutung zuschreiben. Sie begreifen nicht, dass es beim Malrechnung um das wiederholte Addieren gleicher Mengen geht.
Solange dieses Verständnis fehlt, greift dein Kind automatisch auf das zurück, was ihm bekannt ist: Das Plusrechnen.
Zielgerichtete Übungen können deinem Kind dabei helfen, nach und nach ein besseres Verständnis für das Einmaleins aufzubauen: Einmaleins üben: Die besten Übungen für dein Kind
Dein Kind löst Malaufgaben zählend (z.B. mit den Fingern)
✔️ Beispiel:
3 x 4 wird
- Hochgezählt: 4 … 8 … 12
- Einzeln abgezählt: 1 2 3 4 – 5 6 7 8 – 9 10 11 12
🎯 Mögliche Ursache:
Dein Kind leitet sich die Ergebnisse noch Schritt für Schritt her, anstatt sie direkt abzurufen. Das zeigt, dass die Aufgaben noch nicht im Langzeitgedächtnis gespeichert sind.
Das Zählen ist dabei eine völlig normale Anfangsstrategie, die erst einmal Sicherheit und Orientierung bei dieser neuen Rechenart gibt. Bleibt dein Kind jedoch zu lange dabei – insbesondere, wenn ihr schon beim Lernen der 1×1-Reihen seid – dann ist das ein Hinweis darauf, dass dein Kind die Aufgaben noch nicht automatisiert hat.
Dein Kind verwechselt immer wieder Plus und Mal
✔️ Beispiel:
3 x 4 wird mal als 3 x 4 und mal als 3 + 4 gelöst
🎯 Mögliche Ursache:
Plus und Mal haben recht ähnliche Rechenzeichen und können schnell verwechselt werden. Dadurch wird der Rechenoperator schlichtweg „überlesen“.
Dein Kind kann sich die Ergebnisse der Malaufgaben einfach nicht merken
🎯 Mögliche Ursache:
Entweder fehlt eine Strategie, sich die Ergebnisse herzuleiten, oder die Reihen werden zu schnell eingeführt.
Dein Kind braucht lange, um Malaufgaben zu lösen
🎯 Mögliche Ursache:
Die Einmaleins-Aufgaben sind noch nicht vollständig automatisiert.
Dein Kind kann die Reihen aufsagen, aber keine Malaufgaben lösen
✔️ Beispiel:
Es kann zwar die 3er-Reihe aufsagen, aber spontan nicht 4 x 3 lösen.
🎯 Mögliche Ursache:
Dein Kind hat sich die Reihen in einer festen Reihenfolge eingeprägt – so, als hätte es ein Gedicht auswendig gelernt. Es braucht damit aber die Verbindung zu der vorherigen Aufgabe, um auf die nächste Aufgabe schließen zu können. Ohne diese Reihenfolge kann es die Aufgaben nicht flexibel lösen.
Dein Kind versteht das Prinzip der Tauschaufgaben nicht
✔️ Beispiel:
3 x 4 und 4 x 3 ergeben beide 12
🎯 Mögliche Ursache:
Dein Kind erkennt nicht, dass analog zum Plusrechnen auch bei der Multiplikation die Zahlen (die sogenannten Faktoren) miteinander vertauscht werden können.
Dein Kind verwechselt die Einmaleins-Aufgaben
✔️ Beispiel:
3 x 4 wird mit 4 x 5 verwechselt
🎯 Mögliche Ursache:
Dein Kind hat noch kein stabiles Netz aus den bestehenden Zusammenhängen zwischen den Einmaleins-Aufgaben aufgebaut.
Für viele Kinder stehen die Einmaleins-Aufgaben losgelöst voneinander, obwohl diese miteinander in Beziehung stehen. Ohne das Wissen um diese Beziehungen wird es schwerer, sich die Ergebnisse der Aufgaben zu merken und damit auch die Aufgaben zu unterscheiden.
Dein Kind sagt schnell: “Ich weiß nicht!”
🎯 Mögliche Ursache:
Hinter dieser Reaktion steckt häufig weniger fehlendes Wissen als vielmehr Unsicherheit.
Dein Kind ist sich nicht sicher, ob es das Ergebnis weiß oder irgendwie herleiten kann, und vermeidet die Aufgabe daher lieber direkt. Oft ist das ein Zeichen dafür, dass entweder das Verständnis noch nicht gefestigt ist oder die Aufgaben noch nicht sicher genug automatisiert wurden.
Dein Kind hat keine Motivation
🎯 Mögliche Ursache:
Das Auswendiglernen ist zu monoton oder zu anstrengend.
Dein Kind erkennt keine Malaufgaben in den Textaufgaben
✔️ Beispiel:
Auf dem Tisch liegen 4 Reihen mit jeweils 3 Gummibärchen. Wie viele Gummibärchen sind das insgesamt?
🎯 Mögliche Ursache:
Dein Kind versteht das Prinzip der Multiplikation nicht.
Was hinter den Problemen beim Einmaleins Lernen steckt
Wenn dein Kind Schwierigkeiten beim Einmaleins hat, liegt das meist nicht an dem Umstand, dass dein Kind schlecht in Mathe ist.
In den meisten Fällen zeigt sich einfach:
👉 Es fehlt in Schritt im Lernprozess oder ein Schritt ist noch nicht ausreichend gefestigt.
Es betrifft damit also:
- Entweder das Verstehen
- Oder das Automatisieren
Meine Empfehlung an dich ist daher: Schaue dir die beiden Bereiche an und finde heraus, wo die Basis wackelt. Wenn du dann beim Üben zu Hause an dieser Stelle ansetzt, kann dein Kind das Fundament aufbauen, das es braucht, um das Einmaleins später sicher zu beherrschen und anzuwenden.
Wie du dein Kind gezielt unterstützen kannst
Wenn du jetzt besser verstehst, wo die Schwierigkeiten bei deinem Kind im Einmaleins liegen, schließt sich die Frage an:
👉 Wie kannst du dein Kind nun konkret unterstützen?
Hierzu habe ich dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in diesem Blogartikel aufgeschrieben.
Typische Fehler beim Einmaleins Üben vermeiden
Viele Probleme entstehen übrigens auch beim Üben zu Hause.
👉 Welche 5 typischen Fehler dabei passieren und wie du sie vermeidest, zeige ich dir in diesem Artikel.
Fazit: Probleme beim Einmaleins Lernen richtig einordnen
Wenn das Lernen des Einmaleins bei deinem Kind holprig verläuft, ist das erst einmal kein Grund zur Sorge.
Wichtig ist dann zu erkennen: Wo liegt das Problem genau?
Denn mit der Antwort hierauf weißt du sofort, wo du zu Hause beim Üben ansetzen kannst.
Wenn du dein Kind beim Lernen gezielt unterstützen möchtest, lohnt es sich also, sowohl das Verständnis als auch die Automatisierung im Blick zu haben.
Und manchmal hilft auch schon, ein Auge auf den aktuellen Lernstand zu werfen, um den nächsten Schritt klar zu erkennen.

📌 Finde heraus, woran es beim Einmaleins wirklich liegt
Der Einmaleins-Check zeigt dir schnell und einfach, ob dein Kind noch Verständnisprobleme hat oder mehr Übung bei den Aufgaben benötigt.

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